Garten des Landhauses Wiegand





Wiederherstellung nach Trockenlegung und Dämmmaßnahmen des Wiegandhauses, Berlin-Dahlem


Auftraggeber: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung

Nutzer: Deutsches Archäologisches Institut

Leistungsphasen: 3-9
Leistungszeitraum: 2016-2022
Gesamtfläche: 1.600 m²
Bausumme: 483.000€

In den Jahren 1911–13 ließ sich der gerade zum Direktor der Antikenabteilung der Berliner Museen ernannte Archäologe Theodor Wiegand eine von Peter Behrens entworfene Villa in Dahlem errichten. Der Bau vereint Elemente der klassizistischen Formensprache und der Moderne. 1955 erwarb die Bundesrepublik das Gebäude. Seitdem dient es dem Deutschen Archäologischen Institut als Hauptsitz.
Eine umfangreiche denkmalpflegerische Untersuchung des Gartens ermöglichte es, in den Jahren 2020–22 den Charakter des von Peter Behrens entworfenen architektonischen Gartens mit verschiedenen Gartenräumen wiederherzustellen. Anstelle einer detailgetreuen Rekonstruktion wurde hierbei ein Konzept verfolgt, welches die ursprünglichen Gestaltungsideen ablesbar werden lässt und gleichzeitig die geänderten Nutzungsanforderungen berücksichtigt.
In enger Abstimmung mit dem Denkmalamt, dem Nutzer sowie dem Bauherrn und durch den engagierten Einsatz der ausführenden Firmen gelang die Wiederbelebung des Gartens.
Insbesondere die Rekonstruktion des Muschelputzes, der Anpassung vorhandener Geländer sowie die Beschaffung des passenden Klinkermaterials für Terrassen und Wege stellten eine große Herausforderung dar. Auch die Pflanzenauswahl bedurfte besonderen Augenmerkes.
Das Haus ist regelmäßig zu besonderen Anlässen für Führungen geöffnet (z.B. Tag des offenen Denkmals).